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Elefantenfuß Pflege: So fühlt sich deine Beaucarnea wohl

Von Jonathan Imhof, Gründer von zimmerpflanzen.ch und zimmerpflanzen.de Aktualisiert am 5 Min. Lesezeit

Der Elefantenfuß, botanisch Beaucarnea recurvata, ist ein echter Überlebenskünstler. In seinem dicken Stammfuß speichert er Wasser für schlechte Zeiten. Genau deshalb ist er ideal für alle, die beim Gießen gern mal etwas vergessen. Viel gefährlicher als Trockenheit ist für ihn zu viel Fürsorge mit der Gießkanne.

Elefantenfuß mit schlankem Stamm und Blattschopf im Terrakottatopf im Sonnenlicht
Bild: Foto: Magda Ehlers / Pexels

Steckbrief: Was den Elefantenfuß ausmacht

Der Elefantenfuß stammt aus trockenen Gebieten Mexikos. Seinen Namen verdankt er dem verdickten Stammfuß, der an ein Elefantenbein erinnert. Darin speichert die Pflanze Wasser und übersteht so lange Trockenphasen. Oben trägt der Stamm einen Schopf aus langen, schmalen, überhängenden Blättern – daher auch der Name Flaschenbaum oder, im Englischen, „Ponytail Palm“. Mit einer Palme ist der Elefantenfuß aber nicht verwandt.

EigenschaftElefantenfuß (Beaucarnea)
Lichtsehr hell bis sonnig
Temperatur18–25 °C, im Winter gern 10–15 °C
Gießensparsam, erst wenn die Erde fast trocken ist
Luftfeuchtigkeitnormale Raumluft genügt
DüngenApril bis September etwa alle 4 Wochen
Umtopfenalle 3–4 Jahre im Frühjahr
Haustieregilt als ungiftig für Katzen und Hunde

Elefantenfüße mit einem oder mehreren Stämmen, verzweigt oder als Hydrokultur, findest du in unserer Kategorie Beaucarnea.

Der richtige Standort

Als Pflanze aus sonnigen, trockenen Regionen liebt der Elefantenfuß viel Licht. Ein Platz direkt an einem Süd- oder Westfenster ist ideal. Direkte Sonne verträgt er gut, wenn du ihn langsam daran gewöhnst. An dunklen Plätzen wächst er nur sehr langsam, die neuen Blätter bleiben schmal und hell, und die Pflanze wird anfälliger für Gießfehler. Wie du die Lichtverhältnisse an deinem Fenster einschätzt, erklärt unser Ratgeber Standort & Licht.

Elefantenfuß (Beaucarnea) mit langen, überhängenden Blättern im Terrakottatopf
Foto: Kriss L / Pexels

Im Sommer darf der Elefantenfuß auf Balkon oder Terrasse. Ein sonniger, regengeschützter Platz ist perfekt. Hole ihn herein, bevor die Nächte kühler als etwa 10 °C werden. Im Winter mag er es hell und gern etwas kühler, etwa bei 10–15 °C. In beheizten Wohnräumen kommt er aber ebenfalls zurecht.

Elefantenfuß richtig gießen

Beim Gießen machen die meisten Besitzer eher zu viel als zu wenig. Merke dir: Der Elefantenfuß hat seinen Wassertank schon eingebaut.

  • Gieße erst, wenn die Erde fast vollständig durchgetrocknet ist. Steck dazu einen Finger oder ein Holzstäbchen tief in die Erde.
  • Im Sommer reicht das je nach Standort etwa alle ein bis zwei Wochen, im Winter oft nur alle drei bis vier Wochen.
  • Gieße dann durchdringend, bis Wasser unten aus dem Topf läuft, und kippe den Rest im Übertopf nach kurzer Zeit weg.
  • Gieße auf die Erde und nicht direkt auf den Stammfuß oder in den Blattschopf.

Der Stammfuß verrät dir, wie es der Pflanze geht: Ist er fest und prall, ist alles in Ordnung. Wirkt er leicht schrumpelig, hat die Pflanze ihre Reserven angezapft und braucht Wasser. Ist er dagegen weich oder matschig, hat sie viel zu viel Wasser bekommen. Weitere Tipps findest du im Ratgeber Richtig gießen.

Erde, Topf und Umtopfen

Der Elefantenfuß braucht durchlässige, eher magere Erde. Gut geeignet ist Kakteen- oder Sukkulentenerde oder normale Zimmerpflanzenerde, die du mit Sand, Bims oder Blähton auflockerst. Eine Drainageschicht am Topfboden und ein Abzugsloch sind Pflicht.

Weil die Wurzeln eher in die Breite als in die Tiefe wachsen, eignet sich ein breiter, eher flacher Topf. Ein schwerer Topf aus Ton oder Keramik sorgt zusätzlich für Standfestigkeit. Umtopfen musst du nur etwa alle drei bis vier Jahre im Frühjahr. Setze die Pflanze dabei nicht tiefer als vorher, der verdickte Fuß soll sichtbar bleiben. Wie das Umtopfen gelingt, zeigt unser Ratgeber Umtopfen.

Düngen

Der Elefantenfuß ist genügsam. Von April bis September reicht etwa alle vier Wochen ein Kakteen- oder Grünpflanzendünger in halber Dosierung. Im Herbst und Winter düngst du gar nicht. Zu viel Dünger führt eher zu weichen, instabilen Blättern als zu schönerem Wachstum.

Elefantenfuß in Hydrokultur: Auch in Blähton und Nährlösung wächst der Elefantenfuß gut, sofern er hell steht. Gieße hier nach dem Wasserstandsanzeiger und fülle erst nach, wenn er einige Tage auf „Minimum“ stand. Dann nur bis knapp unter die Mitte auffüllen, denn auch in Hydrokultur mag er es eher trocken. Gedüngt wird mit einem speziellen Hydrodünger.

Typische Probleme erkennen

AnzeichenMögliche UrsacheWas hilft
Weicher, matschiger StammfußStaunässe, Fäulnissofort trockener halten, faule Wurzeln entfernen
Schrumpeliger StammfußWasserreserve aufgebrauchtgründlich gießen
Braune Blattspitzentrockene Luft, GießfehlerSpitzen schräg nachschneiden, Gießrhythmus prüfen
Viele gelbe Blätterzu viel Wasser oder zu dunkelseltener gießen, hellerer Platz
Feine Gespinste, helle PunkteSpinnmilbenabduschen, Pflanze isolieren

Braune Blattspitzen sind beim Elefantenfuß sehr häufig und meist kein Grund zur Sorge. Auch die untersten Blätter des Schopfs vertrocknen mit der Zeit ganz natürlich. Bei warmer, trockener Luft können Spinnmilben auftreten, seltener Woll- oder Schildläuse. Wie du einen Befall mit Spinnmilben erkennst und behandelst, liest du im Ratgeber Spinnmilben.

Elefantenfuß vermehren

Die Vermehrung ist beim Elefantenfuß nicht ganz einfach. Ältere Pflanzen bilden manchmal kleine Seitentriebe am Stammfuß. Diese kannst du im Frühjahr mit einem scharfen Messer abtrennen, die Schnittstelle etwas antrocknen lassen und in feuchte, sandige Erde stecken. Bei Wärme und hellem Licht bilden sie nach einigen Wochen Wurzeln. Alternativ gelingt die Anzucht aus Samen, die aber viel Geduld erfordert.

Ist der Elefantenfuß giftig?

Der Elefantenfuß gilt nach gängigen Listen als ungiftig für Katzen und Hunde. Trotzdem solltest du Tiere nicht an den Blättern knabbern lassen, weil die harten Blätter den Magen reizen können. Mehr zu tierfreundlichen Zimmerpflanzen liest du im Ratgeber Pflanzen & Haustiere.

Elefantenfüße bei zimmerpflanzen.de

Häufige Fragen

Wie oft muss man einen Elefantenfuß gießen?

Erst, wenn die Erde fast vollständig trocken ist. Im Sommer ist das meist alle ein bis zwei Wochen, im Winter oft nur alle drei bis vier Wochen. Staunässe verträgt der Elefantenfuß nicht.

Warum hat mein Elefantenfuß braune Spitzen?

Meist liegt es an trockener Heizungsluft oder an Gießfehlern. Einzelne braune Spitzen sind harmlos und lassen sich schräg nachschneiden. Prüfe außerdem, ob die Erde zwischen dem Gießen richtig abtrocknet.

Warum ist der Stamm meines Elefantenfußes weich?

Ein weicher Stammfuß deutet fast immer auf zu viel Wasser und beginnende Fäulnis hin. Lass die Erde sofort abtrocknen, kontrolliere die Wurzeln und entferne faule Teile.

Wo steht ein Elefantenfuß am besten?

An einem sehr hellen bis sonnigen Platz, etwa direkt an einem Süd- oder Westfenster. Im Sommer darf er an einen sonnigen, regengeschützten Platz nach draußen.

Ist der Elefantenfuß giftig für Katzen?

Der Elefantenfuß gilt als ungiftig für Katzen und Hunde. Damit die harten Blätter den Magen nicht reizen, sollten Tiere trotzdem nicht daran knabbern.