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Monstera Pflege: So wächst dein Fensterblatt prächtig

Von Jonathan Imhof, Gründer von zimmerpflanzen.ch und zimmerpflanzen.de Aktualisiert am 6 Min. Lesezeit

Die Monstera, auch Fensterblatt genannt, gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen überhaupt – und zu den dankbarsten. Mit einem hellen Platz, maßvollem Gießen und etwas Dünger in der Wachstumszeit wird sie Jahr für Jahr größer und bildet die typischen Schlitze und Löcher in den Blättern.

Großes Blatt einer Monstera deliciosa mit den typischen Löchern und Schlitzen
Bild: Karolina / Pexels

Steckbrief: Was die Monstera ausmacht

Die Monstera deliciosa stammt aus den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas. Dort klettert sie an Bäumen empor und hält sich mit ihren Luftwurzeln fest. Genau dieses Verhalten zeigt sie auch im Wohnzimmer: Sie wächst gern in die Höhe, freut sich über eine Stütze und bildet mit zunehmendem Alter immer größere Blätter.

EigenschaftMonstera deliciosa
Lichthell bis halbschattig, keine pralle Mittagssonne
Temperatur18–25 °C, mindestens 15 °C
Gießenwenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist
Luftfeuchtigkeitgern 50–60 %, normale Raumluft geht auch
DüngenMärz bis September alle 2–3 Wochen
Umtopfenalle 2–3 Jahre im Frühjahr
Haustieregiftig für Katzen und Hunde

Übrigens: Die beliebte „Monstera Minima“ ist botanisch gar keine Monstera, sondern eine Rhaphidophora tetrasperma. Sie sieht aus wie ein kleines Fensterblatt, bleibt kompakter und wird im Grunde genauso gepflegt. Eine große Auswahl beider Arten findest du in unserer Kategorie Monstera.

Der richtige Standort

Licht ist der wichtigste Faktor für eine schöne Monstera. Ideal ist ein heller Platz ohne direkte Mittagssonne, etwa ein bis zwei Meter neben einem Ost- oder Westfenster. Am Südfenster sollte ein Vorhang die stärkste Sonne filtern, sonst bekommen die Blätter helle, trockene Brandflecken.

Monstera im weißen Topf auf einer hellen Fensterbank neben dem Vorhang
Foto: Elena Golovchenko / Pexels

Steht die Monstera zu dunkel, wächst sie zwar weiter, bildet aber lange Stiele mit kleinen Blättern und kaum Schlitze. Mehr zur Frage, welcher Platz in deiner Wohnung wie viel Licht bekommt, liest du in unserem Ratgeber Standort & Licht.

Vermeide außerdem Zugluft und Heizungsluft direkt am Blatt. Kalte Luft beim Lüften im Winter und trockene Wärme über dem Heizkörper setzen der Pflanze gleichermaßen zu.

Monstera richtig gießen

Die Monstera mag es gleichmäßig feucht, aber nie nass. Die einfachste Regel: Gieße erst, wenn die obersten 2–3 cm der Erde trocken sind. Steck dazu einfach einen Finger in die Erde. Im Sommer ist das je nach Standort etwa einmal pro Woche der Fall, im Winter oft nur alle zwei bis drei Wochen.

  • Gieße gründlich, bis Wasser unten aus dem Topf läuft.
  • Kippe überschüssiges Wasser aus Übertopf oder Untersetzer nach etwa 15 Minuten weg.
  • Verwende zimmerwarmes, möglichst kalkarmes Wasser.

Der häufigste Pflegefehler ist zu viel Wasser. Steht die Wurzel dauerhaft im Nassen, fault sie, und die Blätter werden gelb. Ausführliche Tipps zur Gießmenge findest du im Ratgeber Richtig gießen.

Monstera in Hydrokultur: Hier gießt du nicht nach Gefühl, sondern nach dem Wasserstandsanzeiger. Fülle erst nach, wenn er einige Tage auf „Minimum“ stand, und dann nur bis zur Mitte. Wie das genau funktioniert, erklärt unser Ratgeber Hydrokultur.

Luftfeuchtigkeit und Temperatur

Als Regenwaldpflanze mag die Monstera eine Luftfeuchtigkeit von etwa 50–60 %. Sie kommt aber auch mit normaler Raumluft gut zurecht. Wird die Luft im Winter durch die Heizung sehr trocken, hilft es, die Blätter gelegentlich mit kalkarmem Wasser zu besprühen oder ein Gefäß mit Wasser in die Nähe zu stellen. Ein Bad mit Fenster ist übrigens ein hervorragender Standort – mehr dazu in unserem Ratgeber Pflanzen fürs Bad.

Die Temperatur sollte ganzjährig zwischen 18 und 25 °C liegen. Unter 15 °C stellt die Pflanze das Wachstum ein, bei länger anhaltender Kälte nimmt sie Schaden.

Düngen in der Wachstumsphase

Von März bis September wächst die Monstera am stärksten und braucht Nährstoffe. Gib ihr in dieser Zeit alle zwei bis drei Wochen einen flüssigen Grünpflanzendünger ins Gießwasser. Im Herbst und Winter pausierst du mit dem Düngen.

Frisch umgetopfte Pflanzen brauchen in den ersten sechs bis acht Wochen keinen Dünger, weil neue Erde bereits Nährstoffe enthält. Für Pflanzen in Hydrokultur verwendest du einen speziellen Hydrodünger. Alles Weitere zur richtigen Dosierung steht im Ratgeber Düngen.

Umtopfen und Stütze

Eine Monstera wächst kräftig und braucht etwa alle zwei bis drei Jahre einen neuen Topf. Der beste Zeitpunkt ist das Frühjahr. Spätestens wenn Wurzeln unten aus dem Topf wachsen oder das Gießwasser sofort durchläuft, ist es so weit. Wähle einen Topf, der rundherum etwa 2–4 cm größer ist, und lockere Zimmerpflanzenerde mit etwas Drainage am Boden.

Monstera in einem hellen Keramik-Übertopf mit Untersetzer
Foto: Jeffry Surianto / Pexels

Weil die Monstera von Natur aus klettert, freut sie sich über einen Moosstab oder ein Rankgitter. Daran wächst sie aufrechter und bildet erfahrungsgemäß größere Blätter. Viele unserer Monstera-Pflanzen liefern wir deshalb gleich am Rankgitter. Eine bebilderte Anleitung zum Umtopfen findest du im Ratgeber Umtopfen, passende Gefäße bei unseren Töpfen & Übertöpfen.

Luftwurzeln: abschneiden oder nicht?

Die langen, bräunlichen Luftwurzeln sind völlig normal. In der Natur halten sie die Pflanze am Baum und nehmen Wasser auf. Schneide sie möglichst nicht ab. Du kannst sie vorsichtig in die Erde leiten, an einen Moosstab binden oder einfach hängen lassen. Wenn sie stören, darfst du einzelne Luftwurzeln mit einer sauberen Schere kürzen – der Pflanze schadet das nicht, schöner wächst sie aber mit ihnen.

Warum hat meine Monstera keine Schlitze?

Junge Pflanzen bilden zunächst herzförmige, ganze Blätter. Die typischen Schlitze und Löcher entstehen erst, wenn die Pflanze älter ist und genug Licht bekommt. Hat deine Monstera schon einige Jahre auf dem Buckel und trotzdem nur ganze Blätter, steht sie meist zu dunkel. Ein hellerer Platz und eine Stütze zum Klettern helfen. Geduld gehört dazu: Erst die neuen Blätter zeigen die Veränderung, bestehende Blätter bleiben, wie sie sind.

Häufige Probleme erkennen

AnzeichenMögliche UrsacheWas hilft
Gelbe, weiche Blätterzu viel Wasser, StaunässeErde abtrocknen lassen, seltener gießen
Braune, trockene Rändertrockene Luft, zu wenig Wassergleichmäßiger gießen, Luftfeuchte erhöhen
Helle, trockene FleckenSonnenbrandvor direkter Mittagssonne schützen
Kleine Blätter, lange Stielezu dunkelhellerer Standort
Feine Gespinste, gesprenkelte BlätterSpinnmilbenabduschen, Luftfeuchte erhöhen

Gelbe Blätter haben viele mögliche Ursachen. Wie du sie Schritt für Schritt eingrenzt, zeigt unser Ratgeber Gelbe Blätter an Zimmerpflanzen. Bei Verdacht auf Schädlinge hilft der Ratgeber Schädlinge erkennen.

Einzelnes Monstera-Blatt als Steckling in einer Glasvase mit Wasser
Foto: Sarah Dorweiler / Pexels

Monstera vermehren

Die Monstera lässt sich gut über Stecklinge vermehren. Wichtig ist, dass jeder Steckling mindestens einen Knoten (die Verdickung am Stiel, aus der Blatt und Luftwurzel entspringen) und am besten eine Luftwurzel hat.

  1. Steckling schneiden: Schneide den Trieb mit einem sauberen, scharfen Messer etwa 1–2 cm unterhalb eines Knotens ab.
  2. Bewurzeln lassen: Stelle den Steckling in ein Glas mit Wasser, sodass der Knoten unter Wasser ist, oder setze ihn direkt in feuchte Erde.
  3. Hell und warm stellen: Ein heller Platz ohne direkte Sonne bei über 20 °C beschleunigt die Wurzelbildung. Wechsle das Wasser einmal pro Woche.
  4. Eintopfen: Sind die neuen Wurzeln etwa 5 cm lang, setzt du den Steckling in einen kleinen Topf mit Zimmerpflanzenerde.

Ist die Monstera giftig?

Ja, alle Teile der Monstera enthalten Calciumoxalat-Kristalle. Beim Kauen reizen sie Mund und Schleimhäute; für Katzen, Hunde und kleine Kinder kann das unangenehm werden. Stelle die Pflanze deshalb außer Reichweite. Welche Pflanzen unbedenklicher sind, liest du im Ratgeber Pflanzen & Haustiere und in der Kategorie Tierfreundlich.

Monstera bei zimmerpflanzen.de

Häufige Fragen

Wie oft muss ich eine Monstera gießen?

Gieße, sobald die obersten 2–3 cm der Erde trocken sind. Im Sommer ist das meist etwa einmal pro Woche, im Winter oft nur alle zwei bis drei Wochen. Staunässe solltest du immer vermeiden.

Welcher Standort ist für eine Monstera ideal?

Ein heller Platz ohne pralle Mittagssonne, zum Beispiel ein bis zwei Meter neben einem Ost- oder Westfenster, bei 18–25 °C und ohne Zugluft.

Warum bekommt meine Monstera gelbe Blätter?

Meist ist zu viel Wasser die Ursache. Lass die Erde abtrocknen und gieße seltener. Einzelne gelbe untere Blätter können aber auch ganz normal altersbedingt sein.

Soll ich die Luftwurzeln der Monstera abschneiden?

Besser nicht. Leite sie in die Erde oder an einen Moosstab. Einzelne störende Luftwurzeln darfst du mit einer sauberen Schere kürzen, ohne der Pflanze zu schaden.

Wann bekommt die Monstera Löcher in den Blättern?

Die Schlitze entstehen erst bei älteren Pflanzen mit ausreichend Licht. Steht deine Monstera zu dunkel, bildet sie auch im Alter nur ganze Blätter.