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Drachenbaum Pflege: So bleibt deine Dracaena gesund und grün

Von Jonathan Imhof, Gründer von zimmerpflanzen.ch und zimmerpflanzen.de Aktualisiert am 6 Min. Lesezeit

Der Drachenbaum, botanisch Dracaena, gehört zu den robustesten Zimmerpflanzen. Er verzeiht auch mal einen vergessenen Gießtermin und wächst über Jahre zu einer stattlichen Pflanze heran. Damit er dicht und grün bleibt, braucht er vor allem drei Dinge: einen hellen Platz, sparsames Gießen und keine nassen Füße.

Drachenbaum (Dracaena marginata) mit schmalen, rot gerandeten Blättern im grauen Topf vor einer Ziegelwand
Bild: Foto: Erik Mclean / Pexels

Steckbrief: Was den Drachenbaum ausmacht

Unter dem Namen Drachenbaum werden mehrere Arten der Gattung Dracaena verkauft. Am bekanntesten sind die Dracaena marginata mit schmalen, oft rot gerandeten Blättern und die Dracaena fragrans mit breiten, überhängenden Blättern – dazu gehören Sorten wie 'Janet Craig', 'Compacta' oder 'Lemon Lime'. Typisch sind die verholzten Stämme mit einem Blattschopf an der Spitze. Häufig stehen mehrere Stämme unterschiedlicher Höhe in einem Topf.

EigenschaftDrachenbaum (Dracaena)
Lichthell bis halbschattig, keine pralle Mittagssonne
Temperatur18–24 °C, möglichst nicht unter 15 °C
Gießenwenn die obersten 2–3 cm Erde trocken sind
Luftfeuchtigkeitnormale Raumluft, im Winter gern etwas höher
DüngenMärz bis September alle 2–4 Wochen
Umtopfenalle 2–3 Jahre im Frühjahr
Haustieregilt als giftig für Katzen und Hunde

Verschiedene Arten, Sorten und Größen – vom Tischformat bis zur Großpflanze mit mehreren Stämmen – findest du in unserer Kategorie Dracaena.

Der richtige Standort

Der Drachenbaum mag es hell, aber ohne direkte Mittagssonne. Ideal ist ein Platz ein bis zwei Meter neben einem Ost- oder Westfenster. Morgen- und Abendsonne verträgt er gut. Hinter einem Südfenster ohne Vorhang bekommen die Blätter dagegen schnell helle, trockene Flecken.

Grüne Sorten kommen auch mit etwas weniger Licht zurecht. Bunte und rot gerandete Sorten brauchen dagegen mehr Helligkeit, sonst verblasst ihre Zeichnung. Steht ein Drachenbaum zu dunkel, wachsen die Triebe lang und dünn, und die Blätter werden kleiner. Wie du das Licht an deinem Wunschplatz einschätzt, erklärt unser Ratgeber Standort & Licht.

Nahaufnahme eines Drachenbaums mit grün-rosa gestreiften Blättern
Foto: Kevin Chien / Pexels

Vermeide kalte Zugluft beim Lüften im Winter und einen Platz direkt über dem Heizkörper. Beides setzt den Blättern zu.

Drachenbaum richtig gießen

Beim Gießen gilt: lieber zu wenig als zu viel. Der Drachenbaum speichert etwas Wasser im Stamm und übersteht kurze Trockenphasen gut. Dauerhaft nasse Erde dagegen lässt die Wurzeln faulen.

  • Gieße erst, wenn die obersten 2–3 cm der Erde trocken sind. Mach dafür einfach die Fingerprobe.
  • Im Sommer ist das meist etwa einmal pro Woche der Fall, im Winter oft nur alle zwei bis drei Wochen.
  • Gieße dann gründlich und kippe überschüssiges Wasser im Übertopf nach etwa 15 Minuten weg.
  • Verwende zimmerwarmes, möglichst kalkarmes Wasser, zum Beispiel abgestandenes Leitungswasser oder Regenwasser.

Mehr Tipps zur richtigen Wassermenge findest du in unserem Ratgeber Richtig gießen.

Luftfeuchtigkeit und Temperatur

Normale Raumluft reicht dem Drachenbaum meistens. In der Heizperiode wird die Luft aber oft sehr trocken, und dann bekommen viele Pflanzen braune Blattspitzen. Hilfreich ist es, die Blätter ab und zu mit kalkarmem Wasser zu besprühen oder sie mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Das entfernt gleichzeitig Staub, sodass die Pflanze mehr Licht aufnehmen kann.

Die Wohlfühltemperatur liegt zwischen 18 und 24 °C. Unter 15 °C stellt die Pflanze das Wachstum weitgehend ein, längere Kälte schadet ihr. Im Sommer darf der Drachenbaum an einen geschützten, halbschattigen Platz auf Balkon oder Terrasse – gewöhne ihn aber langsam an das stärkere Licht.

Düngen und Umtopfen

In der Wachstumszeit von März bis September bekommt der Drachenbaum alle zwei bis vier Wochen einen flüssigen Grünpflanzendünger ins Gießwasser. Im Herbst und Winter pausierst du. Frisch umgetopfte Pflanzen brauchen in den ersten Wochen keinen Dünger, weil neue Erde bereits Nährstoffe enthält.

Etwa alle zwei bis drei Jahre wird der Topf zu klein. Das merkst du daran, dass Wurzeln unten herauswachsen oder das Wasser sofort durchläuft. Topfe dann im Frühjahr in einen etwas größeren Topf mit lockerer Zimmerpflanzenerde um. Eine Drainageschicht aus Blähton am Boden schützt vor Staunässe. Eine bebilderte Anleitung findest du im Ratgeber Umtopfen.

Drachenbaum schneiden und vermehren

Wird dein Drachenbaum zu hoch oder unten kahl, kannst du ihn im Frühjahr einfach einkürzen. Schneide den Stamm mit einem scharfen, sauberen Messer oder einer Säge auf der gewünschten Höhe ab. Unterhalb der Schnittstelle treiben meist nach einigen Wochen ein bis drei neue Blattschöpfe aus. Größere Schnittflächen kannst du mit Baumwachs verschließen.

Die abgeschnittene Spitze nutzt du gleich zur Vermehrung:

  1. Kopfsteckling vorbereiten: Entferne die unteren Blätter, sodass etwa 5–10 cm Stamm frei sind.
  2. Bewurzeln lassen: Stelle den Steckling in ein Glas Wasser oder stecke ihn direkt in feuchte Anzuchterde.
  3. Warm und hell stellen: Bei über 20 °C und ohne direkte Sonne bilden sich nach einigen Wochen Wurzeln.
  4. Eintopfen: Sind die Wurzeln einige Zentimeter lang, setzt du die neue Pflanze in Zimmerpflanzenerde.

Auch Stammstücke ohne Blätter treiben oft wieder aus. Achte darauf, dass du sie mit der richtigen Seite nach oben in die Erde steckst.

Braune Spitzen, gelbe Blätter: typische Probleme

Dass die unteren Blätter nach und nach gelb werden und abfallen, ist beim Drachenbaum normal. So entsteht der typische Stamm. Werden aber viele Blätter auf einmal gelb oder braun, steckt meist ein Pflegefehler dahinter.

AnzeichenMögliche UrsacheWas hilft
Braune, trockene Blattspitzentrockene Luft, kalkhaltiges Wasser, unregelmäßiges Gießenkalkarm gießen, Luftfeuchte erhöhen
Viele gelbe Blätter, weicher StammStaunässe, WurzelfäuleErde abtrocknen lassen, faule Wurzeln entfernen
Helle, trockene FleckenSonnenbrandvor direkter Mittagssonne schützen
Lange, dünne Triebezu wenig Lichthellerer Standort
Hängende, schlaffe Blätterzu trocken oder zu kaltgründlich gießen, wärmer stellen

Braune Spitzen kannst du mit einer sauberen Schere nachschneiden. Lass dabei einen schmalen braunen Rand stehen, damit das gesunde Gewebe nicht neu austrocknet.

Drachenbaum mit breiten, glänzend grünen Blättern vor einer Holzwand
Foto: Scott Webb / Pexels

Schädlinge am Drachenbaum

Bei trockener Heizungsluft zeigen sich gern Spinnmilben: feine Gespinste und hell gesprenkelte Blätter sind typische Zeichen. Seltener sind Wollläuse und Schildläuse in den Blattachseln. Kontrolliere vor allem die Blattunterseiten regelmäßig. Wie du Spinnmilben sicher erkennst und loswirst, zeigt unser Ratgeber Spinnmilben.

Ist der Drachenbaum giftig?

Der Drachenbaum enthält Saponine und gilt als giftig für Katzen und Hunde. Knabbern Tiere an den Blättern, kann es zu Speicheln, Erbrechen oder Durchfall kommen. Stelle die Pflanze deshalb außer Reichweite neugieriger Haustiere. Für Menschen gilt er als wenig giftig, kleine Kinder sollten die Blätter trotzdem nicht in den Mund nehmen. Welche Pflanzen sich für Haushalte mit Tieren eignen, liest du im Ratgeber Pflanzen & Haustiere.

Drachenbäume bei zimmerpflanzen.de

Häufige Fragen

Wie oft muss man einen Drachenbaum gießen?

Gieße, sobald die obersten 2–3 cm der Erde trocken sind. Im Sommer ist das meist etwa einmal pro Woche, im Winter oft nur alle zwei bis drei Wochen. Staunässe solltest du unbedingt vermeiden.

Warum bekommt mein Drachenbaum braune Spitzen?

Meist ist die Luft zu trocken, das Gießwasser zu kalkhaltig oder die Erde trocknet zwischendurch komplett aus. Gieße gleichmäßig mit kalkarmem Wasser und erhöhe im Winter die Luftfeuchtigkeit.

Wo stellt man einen Drachenbaum am besten hin?

An einen hellen Platz ohne pralle Mittagssonne, zum Beispiel ein bis zwei Meter neben einem Ost- oder Westfenster, bei 18–24 °C und ohne Zugluft.

Kann man einen Drachenbaum kürzen?

Ja. Schneide den Stamm im Frühjahr mit einem sauberen Messer oder einer Säge auf der gewünschten Höhe ab. Unterhalb der Schnittstelle treibt er neu aus, die Spitze kannst du als Steckling bewurzeln.

Ist ein Drachenbaum giftig für Katzen?

Ja, der Drachenbaum gilt als giftig für Katzen und Hunde. Angeknabberte Blätter können Speicheln, Erbrechen oder Durchfall auslösen. Stelle ihn deshalb außer Reichweite.